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Term Definition
Werkzeugstahl

Der Kohlenstoffanteil unlegierter Werkzeugstähle liegt zwischen 0 5 % und 1 5 % oft sind noch geringe Mengen Wolfram enthalten. Durch eine Vergütung wird ihre Oberflächenhärte drastisch erhöht die Aufhärtbarkeit ist dabei im Wesentlichen vom Kohlenstoffgehalt des Stahls abhängig. Allerdings sind unlegierte Werkzeugstähle nicht durchhärtbar und auch nicht für hohe Betriebstemperaturen geeignet da schon bei ca. 200°C der temperaturbedingte Härteabfall eintritt. Deswegen fallen die unlegierten Werkzeugstähle in die Kategorie Kaltarbeitsstahl.
Hergestellt werden aus diesem Stahl einfache Schneidplatten und Stempel sowie Zieh- und Biegewerkzeuge.
Legierte Werkzeugstähle werden in höher beanspruchten Werkzeugen eingesetzt und sind meistens Durchhärter. Zudem verziehen sie sich beim Härten nicht so sehr je nach dem welche Legierungselemente vorhanden sind. Diese sind oft Chrom Mangan Molybdän Nickel und Wolfram.
Man unterscheidet Kaltarbeitsstahl (Betriebstemperatur bis 200°C) Warmarbeitsstahl (Betriebstemperatur ab 200°C) und Schnellarbeitsstahl (Betriebstemperatur bis 600°C).

Werkzeugschneide
Unter Werkzeugschneide versteht man eine geometrisch bestimmte Schneide die der Trennung eines Werkstoffes dient. Die genaue Form der Schneide eines Schneidwerkzeugs wird als Schneidengeometrie bezeichnet und gibt dem Werkzeug die erforderliche Schärfe. Herstellung und Pflege (Werkzeugschleifen) von Schneiden obliegt dem Schneidwerkzeugmechaniker.
Wärmebehandlung
Wärmebehandlung beschreibt in der Metallverarbeitung Verfahren zur Einstellung technologischer Eigenschaften von Werkstoffen bei erhöhten Temperaturen. Sie zeichnen sich dadurch aus dass sie immer in einem Temperaturbereich stattfinden in dem das Wärmebehandlungsgut im festen Zustand ist.
Bei Stählen kann dies beispielsweise sein
  • Spannungsarmglühen
  • Weichglühen
  • Normalglühen (Normalisieren)
  • Hochglühen (Grobkornglühen)
  • Rekristallisationsglühen
  • Härten
  • Einsatzhärten
  • Anlassen
  • Aufkohlen
  • Nitrieren
  • Oberflächenhärten
  • Tempcore-Verfahren

oder die Vereinigung mehrerer Verfahren wie z.B.

  • Carbonitrieren
  • Vergüten
Aber auch andere Metalle und deren Legierungen sowie Kunststoffe werden zur gezielten Einstellung ihrer Eigenschaften wärmebehandelt. Wärmebehandlungen an Keramiken werden üblicherweise nur im Rahmen des Herstellungsprozesses (beim Sintern) durchgeführt.Der zu behandelnde Werkstoff durchläuft verschiedene Temperaturen in unterschiedlichen Zeiten (Temperatur-Zeit-Verlauf) und wird anschließend in Abhängigkeit von Werkstoff und Verfahren in unterschiedlichen Medien unterschiedlich schnell abgekühlt. Die Reichweite erstreckt sich hierbei von der Ofenabkühlung bis hin zum schroffen Abschrecken um bestimmte technologische Eigenschaften (Festigkeit Härte Zähigkeit Gefüge etc.) einzustellen.
Zusätzlich können chemische Einflüsse mechanische oder andere Beanspruchungen gezielt wirken. Das jeweilige Verfahren wird in geeigneten Wärmebehandlungsanlagen durchgeführt.
Es können allerlei Werkstoffe speziell zur Erhöhung der Festigkeit wärmebehandelt werden z.B. bestimmte Legierungen des Aluminiums und Titans (Aushärten) und des Kupfers. Hierbei liegt in allen Fällen ein Lösungsglühen mit Abschreckung und anschließender Ausscheidungshärtung vor. Alle metallischen Werkstoffe können (falls erwünscht oder für weitere Verarbeitung notwendig) weichgeglüht werden. Mitunter ist dies als Zwischenschritt bei der Kaltumformung sogar zwingend notwendig.
Für die Wirtschaftlichkeit eines Werkzeuges oder Bauteiles ist die sorgfältige Wärmebehandlung von ausschlaggebender Bedeutung. So kann ein hochlegierter Werkzeugstahl wenn er falsch wärmebehandelt wurde schlechtere technologische Eigenschaften haben als ein niedrig legierter Stahl welcher richtig wärmebehandelt wurde. Ein hochwertiger korrekt wärmebehandelter Werkzeugstahl wird dagegen immer bessere Eigenschaften für den jeweiligen Anwendungsfall aufweisen.
Wappen

Ein Wappen ist ein Zeichen in Form eines Schildes für eine Person bzw. Personengruppe wie z. B. für

  • eine Familie insbesondere Adelsfamilien (Familienwappen)
  • eine Zunft (Zunftwappen)
  • eine Studentenverbindung (Studentenwappen)
  • einen Bischof

oder eine Gebietskörperschaft (Hoheitszeichen) z. B. für

  • eine Gemeinde (Gemeindewappen Gemeindewappen (Schweiz)) oder
  • eine Stadt (Stadtwappen)
  • einen Landkreis
  • ein Bundesland
  • einen Kanton oder
  • ein Staat (Staatswappen).

Die Regeln zur Beschreibung und Gestaltung von Wappen Ihre Herkunft und Bedeutung werden in der historischen Hilfswissenschaft der Heraldik (Wappenkunde) beschrieben.
Die Wappen sind in ihrer klassischen mittelalterlichen Form in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts der Zeit der Kreuzzüge – also u.a. im Zusammenhang mit dem Auftreten großer Ritterheere – entstanden.

In den Ritterheeren bei großen Heeresversammlungen und vor allem auch bei Turnieren konnte man wegen der Rüstung nicht mehr deutlich zwischen den Kontrahenten bzw. Freund und Feind unterscheiden. So wurde eine farbliche und symbolische Kennzeichnung auf den Schutzschild oder Fahnen erforderlich. Dabei wurden kontrastierende Farben gegeneinander gesetzt um die Erkennbarkeit auch aus der Entfernung zu erhöhen. Die Heraldik spricht hier vom Gegensatz von Farben (rot schwarz blau grün) und Metallen (weiß (als silber beschrieben) und gelb (gold)).
Das Wort „Wappen“ (mittelhochdeutsch wâpen) ist in seiner Herkunft identisch mit dem Wort „Waffen“. Der Bedeutungswandel von wâpen=Waffen zu wâpen=Abzeichen auf den Waffen vollzog sich bereits im 12 Jahrhundert. Besonders geeignet zur Anbringung waren Schild und Helm. Sie wurden deshalb die Hauptbestandteile der Wappen.
In der Wappenbeschreibung (Blasonierung) wird das Aussehen des Wappens bestimmt und kann daraufhin in unterschiedlicher Weise dargestellt werden. Als Hoheitszeichen dienen davon abweichend aber i. d. R. bestimmte Darstellungsmuster.
In der Darstellung eines Wappens werden vordringlich die Farben rot blau grün und schwarz sowie die Metalle gold (gelb) und silber (weiß) verwendet auf deren Kontrast die Fernwirkung eines Wappens beruht. Daher sollten in den Wappen Farbe stets an Metall stoßen - nicht Farbe auf Farbe und Metall auf Metall. In begründeten Ausnahmefällen können auch die Farben braun fleischfarben purpur orange und grau verwendet werden. Zur Erkennbarkeit auf Distanz trägt auch die teils erhebliche Stilisierung der Figuren bei. An diesen Darstellungsformen lassen sich historische Wappen zeitlich einordnen.
Meist gibt es zur Entstehung der einzelnen Wappen eine Entstehungsgeschichte die erklärt weshalb ein Fabelwesen ein Wappentier ein Symbol oder eine bestimmte Farbe gewählt wurde. Häufig handelt es sich dabei um so genannte redende Wappen deren Inhalt den Namen zu verdeutlichen versucht.
Das Wappen einer Familie dürfen nur Nachfahren eines berechtigten Trägers dieses Wappens tragen die in direkter männlicher Linie von diesem abstammen. Als Nachweis der Berechtigung zur Führung eines bestimmten Wappens sollte es in einer Wappenrolle eingetragen sein. Es gibt allerdings keine zentrale Wappenrolle in der alle Wappen verzeichnet sind.
Das Wappen ist historisch unmittelbar mit dem Namen einer Familie verbunden. Daher findet der § 12 BGB (Namensrecht – Schutz des Namens) wegen der analogen Anwendung der Vorschrift durch die Rechtsprechung auch im Wappenrecht Eingang. Jeder führungsberechtigte Träger eines Familienwappens kann jedem der nicht führungsberechtigt ist die Weiterführung untersagen. Führungsberechtigt ist wer nachweisen kann dass er von dem Stammvater - den der Wappenstifter benannt hat – abstammt. Zur Rechtssicherheit sollte daher jeder Wappenstifter sein Wappen in eine der Wappenrollen eintragen lassen.
Das Wappen einer Familie ist durch das BGB geschützt (Teil des Namensrechtes) und darf nur von Mitgliedern der entsprechenden Familie geführt werden. Eine Namensgleichheit berechtigt nicht zur Führung; es muss die Verwandtschaft nachgewiesen werden. Zum Schutz des Wappens ist eine Eintragung in eine Wappenrolle aber nicht nötig.

Versalien

Majuskel (Plural Majuskeln von lat. majusculus „etwas größer“) Versalbuchstaben oder Versal (Plural Versalien von lat. versus „Zeile“ „Absatz“) ist in der Typografie ein Fachbegriff für die Großbuchstaben des Alphabets und gleichzeitig eine Auszeichnungsart für Buchstaben. Ein Schriftsatz aus Majuskeln ist eine Versalschrift oder Majuskelschrift.

Vergütung (Stahl)
Vergütung bezeichnet die Kombination aus Härten und Anlassen von Stahl um mit dieser Wärmebehandlung das Material mit hoher Festigkeit bei gleichzeitig hohen Zähigkeitseigenschaften zu versehen.
Als Abschreckmedium kommen je nach Werkstoff entweder Wasser Öl Salzbad oder Luft in Betracht. Im Allgemeinen müssen Stähle mit wenig Kohlenstoff und niedrigem Legierungsanteil schroffer abgekühlt werden als Stähle mit mehr Kohlenstoff und höherem Anteil an Legierungselementen.
Der Anlassvorgang findet je nach Stahlsorte und Verwendungszweck bei Temperaturen zwischen 400° und 700° C statt. Je nach den verlangten mechanischen Eigenschaften werden die Werkstücke auf dieser Temperatur unterschiedlich lange gehalten und im allgemeinen an Luft abgekühlt. Als Faustregel für die Anlasszeit gilt: doppelte Haltezeit als die Haltezeit des Materials auf der Austenitisierungstemperatur beim Härten.
Beim isothermischen Vergüten werden beide Vorgänge zusammengefasst: Die Werkstücke werden aus der Härtungstemperatur direkt in das Anlassbad gebracht dort eine bestimmte Zeit belassen und anschließend definitiv abgekühlt.
Vektorgrafik
Eine Vektorgrafik ist ein Computerbild das aus grafischen Primitiven wie Linien Kreisen und Polygonen zusammengesetzt ist. Vektorgrafiken basieren anders als Rastergrafiken nicht auf einem Pixelraster in dem jedem Bildpunkt ein Farbwert zugeordnet ist sondern definieren sich über eine Bildbeschreibung mittels mathematischer Funktionen. So kann beispielsweise ein Kreis in einer Vektorgrafik über Lage des Mittelpunktes Radius Linienstärke und Farbe vollständig beschrieben werden und ohne Qualitätsverlust beliebig skaliert und verzerrt werden etwa mittels homogener Koordinaten. Die Stärke von Vektorgrafiken liegt daher vor allem im Bereich von Darstellungen denen geometrische Primitive zugrunde liegen wie Diagramme oder Logos. Die Erstellung von Vektorgrafiken erfolgt meist mittels eines Vektorgrafikprogramms oder direkt mit einer Auszeichnungssprache. Rastergrafiken können mit gewissen Einschränkungen in Vektorgrafiken umgewandelt werden (Vektorisierung).
Typographie / Typografie

Sogenannte Massenware wie Schrauben Muttern Niete oder überhaupt Kleinteile die nicht oder nur mit großem Aufwand auf Gestellen befestigt werden können werden in Trommel-Galvanisier-Apparaten bearbeitet. Die Trommel mit den zu bearbeitenden Teilen wird in automatisch gesteuerten Anlagen von Behandlungsbad (Entfettung Beizen Spülen Galvanisieren Nachbehandeln wie z. B. Chromatieren) zu Behandlungsbad transportiert. Zum abschließenden Trocknen wird das Behandlungsgut in eine Zentrifuge gegeben oder es wird direkt in der Behandlungsstraße in einem Trockner getrocknet.

Trommelgalvanisierung

Sogenannte Massenware wie Schrauben Muttern Niete oder überhaupt Kleinteile die nicht oder nur mit großem Aufwand auf Gestellen befestigt werden können werden in Trommel-Galvanisier-Apparaten bearbeitet. Die Trommel mit den zu bearbeitenden Teilen wird in automatisch gesteuerten Anlagen von Behandlungsbad (Entfettung Beizen Spülen Galvanisieren Nachbehandeln wie z. B. Chromatieren) zu Behandlungsbad transportiert. Zum abschließenden Trocknen wird das Behandlungsgut in eine Zentrifuge gegeben oder es wird direkt in der Behandlungsstraße in einem Trockner getrocknet.

Tiefdruckverfahren

Der Sammelbegriff Tiefdruck bezeichnet Druckverfahren bei denen linien- punkt- oder flächenartige Vertiefungen auf einer blanken Metallfläche mit Druckfarbe gefüllt werden und ein aufgepresstes Papier diese Druckfarbe aufnimmt. Tiefdruck wird sowohl in der gewerblichen Reproduktionstechnik wie auch in der künstlerischen Grafik verwendet.

Stichel
Ein Stichel ist ein Gravierwerkzeug aus einem kurzen Holzheft und einem rautenförmig zugeschliffenen Stahlstift mit dem vorwiegend Holz (Holzstich) und Metall (Kupferstich Stahlstich) bearbeitet wird.
Der Stichel für die Handgravur z.B. Waffengravur wird in einem Holzheft befestigt. Verschiedene Sticheltypen kommen bei der Handgravur zur Verwendung.
Stempelsiegel

Das Stempelsiegel ist ein in hartes beständiges Material (Stein später auch Metall) geschnittenes Prägewerkzeug bestehend aus Haltegriff und Prägeplatte am unteren Ende um Symbole Inschriften Bilder Signaturen später Wappen Hoheitssymbole in weichen Ton (später auch Wachs Siegellack) zu prägen. Je nach Form des Griffes spricht man von Giebelsiegel Kegelsiegel oder allgemein Stempelsiegel. Oft waren die Griffteile zur Aufnahme einer Schnur horizontal durchbohrt. Damit ließen sich kleine Siegelstempel am Hals stets mit sich führen. Erste Funde stammen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. in Mesopotamien Anatolien (Hethiter im 2. Jahrtausend v. Chr.) und Ägypten. Hier waren vor allem Skarabäen als Siegelwerkzeug in unterschiedlicher Größe weit verbreitet und dienten unter anderem der Versiegelung von Grabstätten. Die meist ovale gewölbte Käferform hatte die Prägefläche in der Unterseite integriert. Im Gegensatz zum Rollsiegel wird das Stempelsiegel in den Siegelklumpen von oben eingedrückt. Dabei kann das Stempelsiegel gegenüber dem Rollsiegel das immer einen rechteckigen Rollabdruck hinterlässt neben dem Zeicheninhalt auch eine bestimmte Form zur Unterscheidung und Klassifizierung haben wie rund oval quadratisch rautenförmig oder komplizierter geformt. Es war das bevorzugte Prägewerkzeug in Anatolien und konnte auch durch das im 2. Jahrtausend v. Chr. eingeführte Rollsiegel nicht verdrängt werden. Die hethitische Verbwurzel 'šai-/šiya-' = 'festdrücken' gilt neben dem lat. 'sigillum' n. = 'das Bildchen' als Wurzel für das deutsche Wort 'Siegel'. Aus den Stempelsiegeln entwickelten sich im Laufe der Zeit die Siegelringe und Petschaften.

Stempeldruck

Stempeldruck bezeichnet Verfahren bei denen eine erhabene Druckform (siehe Hochdruck) auf den Druckstoff aufgedrückt wird. Anders als beim Hochdruck wird die Druckform auf den Druckstoff aufgedrückt und nicht umgekehrt.

Stempeln ist kein industrielles Druckverfahren sondern wird für Stempel (Holzstempel Selbstfärbestempel Paginierstempel) eingesetzt. Industriell wird mittels zugeschalteter Paginierstempel eine Nummerierung von Druckwerken (z.B. von Eintrittskarten) durchgeführt.

Ein Stempel kann aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein: Hartgummi Metall Kartoffeln Pappe oder Linoleum

Die Ursprünge des Stempelns liegen im bronzezeitlichen Mesopotamien. Dort wurden Siegel verwendet um Tontafeln zu unterzeichnen oder um sich als Eigentümer von Waren auszuweisen. In Kreta wurde 1908 der Diskos von Phaistos ausgegraben. Dieser enthält mit einem Alter von ca. 3700 Jahren den ältesten Text der mittels Stempeln für einzelne Schriftzeichen geschrieben wurde.

Standzeit

Unter Standzeit versteht man bei Maschinen und Anlagen die Zeit in der die Maschine arbeiten kann bis die nächste Wartung Reinigung o. Ä. durchgeführt werden muss d. h. in der die Maschine ohne Unterbrechung arbeiten kann.

Signatur

Der Begriff Signatur (lat. signum „Zeichen“) steht für:

eine Unterschrift im allgemeinen Sinne speziell:

  • elektronische Signatur in der Datenverarbeitung eine elektronischer Identitätsnachweis
  • Signature einen personalisierten Textabschnitt unter E-Mails und Usenet-Beiträgen
  • Signatur (Kunst) die Urheberangabe eines Künstlers auf seinem Werk

eine Kennzeichnung:

  • Signatur (Dokumentation) im Bibliotheks- und Archivwesen die Standortbezeichnung einer Bestandseinheit
  • Signatur (Kartografie) in der Geografie ein Kartenzeichen zur Angabe von Art und Lage von topographischen Objekten
  • in der frühneuzeitlichen Signaturenlehre als Zeichen verstandene Eigenschaften natürlicher Phänomene
  • im militärischen Sprachgebrauch die Spuren die ein Objekt für feindliche Aufklärung sichtbar machen; siehe Tarnkappentechnik

im Druckwesen:

  • Signatur (Satz) eine als Hilfe dienende Markierung (in Form einer Einkerbung) an einer Drucktype
  • Bogensignatur eine Kennzeichnung für den Buchbinden auf Druckbögen

in der Mathematik und Informatik:

  • Signatur (Lineare Algebra) ein Zahlentripel dessen Elemente von den Eigenwerten der Matrix abhängen
  • Signatur (Modelltheorie) eine Menge von Relationssymbolen einer Struktur
  • Signatur (Programmierung) in der Programmierung die Definition einer Methode oder Funktion die aus Methodenname und Parametern besteht
  • Virensignatur ein eindeutiges Merkmal zur Identifizierung von Malware
Siegelwachs
Siegelwachs wurde im Mittelalter neben Metallen wie Blei und Oblatenteig zum besiegeln von Dokumenten benutzt. Oft blieb das Wachs naturgelblich teilweise wurden auch Farbstoffe wie Orpiment und andere Materialien etwa Fichtenharz oder Kiefernöl zugesetzt. Seit dem 16. Jh. wird meist Siegellack auch spanisches Wachs genannt verwendet.
Siegelring
Im Fingerring untergebrachter Siegelstempel.
Siegellack

Siegellack dient zum Siegeln von Briefen und Paketen (auch dem Befestigen von Lederpolstern auf Klappen von Klarinetten) und besteht aus einer harzigen Masse die nach dem Erhitzen (über einer Kerze oder als Siegellackstange mit Docht) und dem Abtropfen erstarrt.
Die Portugiesen haben den Siegellack aus Ostindien nach Europa gebracht (deshalb früher als Spanisches Wachs bezeichnet).
Siegellack besteht aus Schellack und Terpentin oft unter Zusatz von Benzoeharz Tolubalsam und Storax oder einfach aus Terpentin und Kolophonium. Der Zusatz von Kreide Zinkweiß verhindert das schnelle Abtropfen.
Verschiedene Farben erhält man mit Zinnober Mennige oder rotem Eisenoxid Grünspan Chromgelb und gebranntem Elfenbein.
Ebenfalls als Siegellack bezeichnet wird auch ein Lack im Maschinenbau der auf Schrauben aufgebracht wird. Durch das Herausdrehen der Schraube wird der Lack zerbrochen und die nachträgliche Manipulation erkennbar.

Siegel

Das Siegel (von lat. sigillum Bildchen) ist eine Form der Beglaubigung von Urkunden oder Sicherstellung (Verschluss) der Unversehrtheit von Gegenständen oder Behältnissen (Briefumschlag Tür) mit Hilfe eines Siegelstempels oder sphragistisch (siegelkundlich) korrekt eines Typars der in eine weiche erhärtende Masse (Siegelklumpen aus Siegellack Wachs früher Ton etc.) gedrückt wird. Oft wird zwischen 'Siegel' als Abdruck und 'Siegelstempel' als Prägewerkzeug begrifflich nicht unterschieden.

Rechtlich ist jedes dienstliche „Siegel“ einzigartig (gegenüber beliebig herstellbaren „Stempeln“ ‒ es verhält sich hier ähnlich wie bei dem Unterschied zwischen Fahne und Flagge). Wer es führen darf ist eigens geregelt. Der Siegelbruch das unberechtigte Zerstören eines Siegels das durch eine Behörde einen Amtsträger oder sonst dienstlich angebracht wurde ist in Deutschland strafbar (§ 136 Abs. 2 StGB). Ein unbrauchbar gewordener Siegelstempel einer Behörde darf nur unter Hinzuziehung eines Zeugen und mit einem entsprechenden Protokoll vernichtet werden.
Die frühesten Stempelsiegel sind im vorderen Orient seit der Djemdet-Nasr-Zeit belegt. Seit der Uruk-Zeit kamen Rollsiegel auf die auch bei den Sumerern Akkadern Assyrern und Babyloniern üblich waren. Dies sind kleine Steinzylinder aus Onyx Lapislazuli Achat Fritte oder anderen Stoffen in die Figuren und Inschriften eingraviert wurden. Die Größe schwankt zwischen 0 15 cm und 10 cm. Durch das Abrollen des Zylinders in eine weiche Masse (z.B. Ton) entsteht der charakteristische Siegelabdruck. Seit der Perser-Zeit werden wieder Stempelsiegel üblich.

Solche Siegelabdrücke (in Ton) finden sich außer bei den Sumerern Assyrern und Babyloniern (Rollsiegel) später auch bei Griechen und Römern von denen sie die Herrscher des Frühmittelalters übernahmen. Siegelführend waren zunächst Einzelpersönlichkeiten später auch Körperschaften. Kaisersiegel finden sich in Byzanz seit dem 6. Jahrhundert Papstsiegel seit dem 9. Jahrhundert. Im frühen und hohen Mittelalter siegelten Kaiser und Könige sowie Angehörige des Adels und der hohen Geistlichkeit denen die Bürger seit dem 13. Jahrhundert folgten. Siegel geistlicher Korporationen finden sich seit dem 11. Jahrhundert Städtesiegel seit dem Anfang des 12. Jahrhunderts (Trier 1113 Köln 1149).
Später gebrauchte man Metallsiegel ('Bullen') (aus Gold und Silber bei byzantinischen Kaisern aus Blei bei Päpsten). Später siegelte man

  • mit rotem Wachs: (Kaiser Könige) die das Recht hierzu auch anderen Fürsten verliehen grundsätzlich nur bei (staatsrechtlichen) 'Souveränen';
  • mit grünem Wachs: geistliche Stifter und Klöster;
  • mit weißem Wachs: Freie Reichsstädte;
  • mit schwarzem Wachs: der Patriarch von Jerusalem und die Großmeister der geistlichen Ritterorden; heute noch gel. bei Trauerbriefen.

    Mit einem Griff versehen wird ein Siegel Petschaft genannt gebräuchlicher und älter sind Siegelringe. Das Siegel kann auf die Urkunde gedrückt sein oder an einer Schnur oder einem Pergamentstreifen befestigt sein.

Später traten die Oblaten (runde weiße Papierflächen) an die Stelle des Wachses und im 16. Jahrhundert der bekannte Siegellack. Seit dem 11. Jahrhundert wurde es üblich bildliche Darstellungen (wie Wappen) in die Siegel einzubeziehen.
Um Siegelmißbrauch zu verhüten wurden die Siegelstempel im Mittelalter sorgfältig aufbewahrt. Die großen Siegel der Herrscher waren hohen Beamten anvertraut. Später wurde das Amt des Siegelbewahrers zum bloßen Titel (z.B. Lordsiegelbewahrer in England).
Andere Ausführungsformen mit Siegel-Funktion sind Aufkleber wie das Pfandsiegel (umgangssprachlich auch Kuckuck genannt) die an Kfz-Kennzeichenschildern angebrachte Zulassung-Prüfplakette Plomben an Verschlüssen und Geräten Sicherungsstempel an Meßgeräten.

Senkerosion

Das Senkerodieren (auch Senkfunkenerosion Senkerosion) ist ein Verfahren des Funkenerodierens.
Durch eine Elektrode werden Funken auf dem zu bearbeitendem Werkstück erzeugt. Die Elektrode hat die negative Form der zu schaffenden Werkstückoberfläche.
Damit lassen sich auch so genannte Sacklöcher erzeugen bzw. wenn beim Drahterodieren nicht am Rand gestartet werden kann so kann man mit Hilfe des Senkerodierens eine Startbohrung schaffen.
Wird das Werkzeug in xy-Richtung geführt können Bahnen realisiert oder Hinterschnitte ausgeführt werden.

Schweißerstempel

Ein Schweißerstempel ist eine besondere Art des Schlagstempel zur Kennzeichnung und Signierung von Schweißarbeiten zum Zweck der Rückverfolgbarkeit und Kontrolle. Der Schweißerstempel besteht aus einem quadratischem Schaft einem angedrehten Schlagkopf und dem an der Stirnseite gravierten Text oder Motiv welcher in das Werkstück mittels eines Hammerschlages eingeprägt wird. In der Praxis sind Gravuren mit den Initialen des Unternehmen des Schweißarbeiters Schichtnummern Personalmnummern und fortlaufende Nummerierungen meist in Kreis- Oval- oder Qudaratumrandungen gängig. Aber auch Logos und Motive sind einprägbar. Die Gravuren sind 'scharf' graviert damit sich der Stempel leichter abbildet. Schweißerstempel sind aus hochwertigem Werkzeugstahl gefertigt vergütet und angelassen.

Schriftgröße (DTP-System in pt Einheit)

Das desk-top publishing (abgekürzt DTP) Punkt-System gelegentlich auch PostScript-Punkt genannt wird heute im IT-Bereich nahezu ausschließlich verwendet.

Der typographische DTP-Punkt wurde als der 864 Teil des anglo-sächsischen Kompromissfußes von 1959 (bzw. 1/72 Inch) definiert. Er misst also 0 0138 inch oder 0 3527 mm abgekürzt pt. Er ist zur Zeit das einzig verlässliche Maß in den meisten Anwendungsprogrammen (Druckerkommunikation Word Photoshop etc. - CorelDraw hingegen wurde metrisch programmiert).

Schnittgeschwindigkeit

Die Schnittgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit mit der eine Werkzeugschneide in Schnittrichtung durch den zu bearbeitenden Werkstoff geführt wird und somit einen Span abnimmt. Sie wird meist in Meter pro Minute (m/min) angegeben. Ausnahmen davon bilden das Schleifen sowie einige Verfahren der Holzbearbeitung dort ist als Einheit Meter pro Sekunde (m/s) gebräuchlich.
Die Schnittgeschwindigkeit ist eine der wichtigsten Größen beim Zerspanen denn sie beeinflusst entscheidendend die Fertigungszeit. Daher arbeiten viele Hersteller von Werkzeugmaschinen und Werkzeugen an der Steigerung der Schnittgeschwindigkeit. Dadurch entstand das High Speed Cutting mit extrem hohen Geschwindigkeiten.

Schnellarbeitsstahl

Schnellarbeitsstahl vor allem bekannt durch das vom englischen Namen High Speed Steel abgeleitete HSS (Kürzel nach EN ISO 4957 HS) bezeichnet eine Gruppe legierter Werkzeugstähle mit bis zu 2 06 % Kohlenstoffgehalt und bis zu 30 % Anteil an Legierungselementen wie Wolfram Molybdän Vanadium Kobalt Nickel und Titan. Diese bilden beim wiederholten Anlassen zusammen mit dem Kohlenstoff die für den Einsatzzweck maßgeblichen Sekundärkarbide.
HS-Werkstoffe zeichnen sich durch große Härte Anlassbeständigkeit Verschleißfestigkeit und einer Warmfestigkeit bis 600 °C aus. Beschichtungen aus Titannitrid steigern diese Härte und Verschleißfestigkeit an der Werkzeugoberfläche (insb. Schneiden Spanleitstufen) erheblich und erhöhen nebenbei die Korrosionsbeständigkeit. Sie werden hauptsächlich in der spanenden Fertigung auf Werkzeugmaschinen als Schneidstoff für Werkzeuge verwendet. Aufgrund ihrer Eigenschaften ermöglichen sie höhere Schnittgeschwindigkeiten als niedrig legierte Werkzeugstähle und ein größeres Spanvolumen. Gegenüber modernen Hartmetall- oder Keramik-Schneidplatten sind die Schnittgeschwindigkeiten bei HS-Werkzeugen zwar wesentlich niedriger aber sie sind weit unempfindlicher gegen Stöße und Schwingungen die bei den härteren Schneidwerkstoffen teils sehr rasch zu Brüchen (z.B. an der Schneide) führen.
HS-Schneidwerkzeuge werden gewöhnlich eingesetzt als Bohrer (Spiralbohrer Zentrierbohrer) Gewindeschneidwerkzeuge Sägeblätter Fräser Drehmeißel und Wendeschneidplatten.
Bei der Abkürzung HSS-G steht das 'G' für geschliffen; HSS-E ist ein höherwertiger Werkstoff der zusätzlich mit Kobalt legiert ist. Dieser warmfeste Werkstoff wird für die Bearbeitung von Materialien mit höherer Festigkeit und bei langen Schnittkanälen mit entsprechend starker Erwärmung eingesetzt.

Schlagstempel
Schlagstempel sind Stempel aus Werkzeugstahl mit denen einzelne Buchstaben und Zahlen mit Hilfe eines Hammers in Werkstoffe wie z. B. Metall oder Leder eingeprägt werden können. An einem Ende der in der Regel länglichen und im Querschnitt quadratischen Stempel befindet sich das einzuprägende Zeichen als Relief.
Der Umgang mit dem Schlagstempel erfordert viel Übung um ein gleichmäßiges Schriftbild zu erreichen. Häufig sind die Zeichen verdreht nicht auf einer Linie und die Prägetiefe schwankt innerhalb eines Zeichens durch nicht rechtwinkliges Ansetzen des Stempels oder innerhalb eines Schriftzuges durch unterschiedliche Schlagkraft. Auch das Einhalten der Abstände zueinander ist äußerst schwierig. Der nach oben gedrückte Werkstoff wird mit einer Feile entfernt.

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