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Begriff Definition
Paginierstempel

Ein Paginierstempel ist ein Metallstempel mit automatisch schaltenden Zahlen zur Erzeugung fortlaufender Seitenzahlen bzw. für eine fortlaufende oder wiederholende Numerierung d.h. er zählt aufgrund seiner inneren Mechanik nach jedem Abstempeln die Zahl hoch. Einige Modelle unterstützen weitere Zählweisen: Ein Schaltsystem stempelt die Ziffernkombination 1 2 3 und 4-mal wiederholend ein anderes Internationales-Schaltsystem 1 2 3 4 6 und 12-mal wiederholend. Andere Paginierstempel bieten Optionen wie z.B. das Weglassen führender Nummern bzw. Nullen. Durch entsprechendes Ausschalten des Schaltmechanismus kann auch immerwährend die gleiche Zahl gedruckt werden.

Patrize

Als Patrize (zu lat. pater „Vater“) bezeichnet man im Druckwesen und beim Schriftsatz den Stempel bzw. Prägestock („Vaterform“) der das Gegenstück zur Matrize bildet. Dabei ist die Ausbildung spiegelbildlich und erhaben (positiv) im Gegensatz zur Matrize wo sie bildrichtig und vertieft (negativ) ist.

Pertinax

Pertinax ist ein Faserverbundwerkstoff aus Papier und einem Phenol-Formaldehyd-Kunstharz. Dieses sogenannte Hartpapier wird in der Elektrotechnik und in der Elektronik als Isolierstoff und isolierendes Trägermaterial für elektronische Bauteile und gedruckte Schaltungen verwendet vorwiegend in Form von Leiterplatten (Platinen).
Aus Pertinax wie auch aus dem verwandten Bakelit und dem sogenannten Hartgewebe verdunsten immer geringe Mengen von Phenol und Formaldehyd was nicht nur einen strengen Geruch erzeugt sondern besonders bei der mechanischen Bearbeitung auch ein Gesundheitsrisiko darstellt.
Glasfasergewebe hat den Nachteil dass beim Bohren feiner Glasstaub entsteht der gesundheitsgefährlich sein kann und dass Werkzeuge schneller verschleißen. Die Bearbeitung erfolgt daher mit Hartmetall- oder Diamant-Werkzeugen.
Glasfaser-Phenolharz-Faserverbundwerkstoffe werden auch als Hitzeschild verwendet da sie bei extremer thermischer Belastung eine schützende Koksschicht ausbilden.

Petschaft

Eine Petschaft ist ein 'Stempel' aus einem harten Material der geeignet ist ein Siegel in eine Siegelmasse (Siegellack etc.) einzudrücken. Sie herzustellen oblag früher einem eigenen Beruf dem Petschierer.
Die Petschaft (süddeutsch 'das Petschaft') ist dabei zu unterscheiden von üblichen (Siegel-)Stempeln für Papier die das Siegel auf einer gummiartigen Fläche tragen die über ein Stempelkissen mit Farbe benetzt wird. Anschließend wird solch ein Stempel auf das Papier gedrückt und hinterlässt dort ein Abbild des Siegels.
Bei der Verwendung einer Petschaft gibt es kein Stempelkissen. Eine Petschaft besteht aus einem harten Material in das ein Siegel eingraviert ist. Die Petschaft wird in eine (zuvor aufgetragene) weiche Masse (Wachs warmer Siegellack etc.) gedrückt und hinterlässt dort einen - meist erhabenen - Abdruck des Siegels. Dies kann wie eine Stempelung erfolgen um ein Schriftstück zu siegeln und so seine Authentizität zu garantieren (letztlich über die anerkannte Stellung des Siegelnden); besonders Lacksiegel wurden und werden jedoch oft zum Verschließen verwendet um unbefugtes Öffnen von vertraulichen Schriftstücken (Briefe Dokumente) zu verhindern.
Der Begriff 'Petschaft' selbst ist ein Lehnwort aus den slawischen Sprachen das russische 'Petschat' (ohne f) hat die gleiche Bedeutung dort mit dem gleichen Stamm für drucken ('petschatat'). Im Kroatischen ist die Bezeichnung als pečat vorhanden in verbalisierter Form wird von pečatiti gesprochen. Das Hauptwort existiert als pečaćenje. Das böhmische pečet nahm vom mittelhochdeutschen petscheit und petschat durch Lautangleichung die sprachtypische Endung '-schaft' an (im 17. Jahrhundert meist pitschaft geschrieben). Auch im Ungarischen wurde die Bezeichnung aus den slawischen Sprachen entlehnt (pecsét).

Plombe

Die Plombe ist eine technische Version eines Siegels. Das Wort hat seinen Ursprung im Lateinischen: Es kommt von Plumbum was Blei bedeutet.
Durch Anbringen einer Plombe am Verschluss eines Behälters oder Geräts kann später festgestellt werden ob der Behälter oder das Gerät (unbefugt) geöffnet wurde. Das Entfernen von Plomben kann als Urkundenvernichtung strafbar sein. Bleiplomben sind seit der römischen Zeit belegt Vorstufen sind die mit Rollsiegel versehenen Tonplomben des vorderen Orients.
Plomben sind meist kleine Bleischeibchen (6–10 mm Durchmesser) mit einer Bohrung durch die der Plombierdraht geführt wird. Anschließend wird die Plombe mit der Plombierzange zusammengedrückt. Dabei wird der Plombierdraht unverschiebbar eingeklemmt gleichzeitig prägt die Zange auf beiden Seiten der Plombe den Stempel ein (siehe: Hauptstempel).
Plomben werden zunehmend durch Klebeetiketten ersetzt die so ausgeführt sind dass sie nicht entfernt werden können ohne dabei zerstört zu werden (Siegelmarken). Auf Grund von Arbeitsschutz- und Abfallproblemen verwendet man heute zunehmend Plomben aus Kunststoff (Polycarbonat) oder aus Weichaluminium.
Ähnliche Aufgaben haben z.B. Plombierschellen die über die Verschraubung von Rohren gestülpt werden und verhindern dass jemand unbefugt z. B. am Wasser- oder Gasrohr manipuliert.
Plomben gehören zollrechtlich zu den Nämlichkeitsmitteln.

Prägedruck

Der Prägedruck oder Reliefdruck ist ein künstlerisches Tiefdruckverfahren eine Variante der Radierung bei dem eine Druckplatte starke Erhöhungen Vertiefungen Durchbrüche oder aufgelötetes Material besitzt die sich als Relief in das dicke Kupferdruckbütten einprägen. Wird ein Reliefdruck ohne Farbe gedruckt wird er als Blinddruck oder Gaufrage (nach dem Verfahren Gaufrieren) bezeichnet.

Punzierung

Eine Punzierung oder kurz Punze ist eine Prägung bei der das Motiv mit dem Prägestock in das Metall als Negativ also versenkt zu sehen ist. Punzierte Gegenstände sind häufig Barren aus Edelmetall. Im griechischen Altertum und Mittelalter wurden auch Münzen auf der Vorder- oder Rückseite punziert. Seltener erfolgte das beidseitig. Dabei ging es um die Kennzeichnung in hoheitlicher Bestimmung. Häufig findet man diese Form der Kennzeichnung bei Zinnmarken um auf einen Hersteller von solchen Wertgegenständen hinzuweisen. Eine Punzierung kommt in der heutigen Münzprägung meist nicht auf dem Avers und dem Revers sondern auf dem Münzrand vor. Sie wird weiterhin bei Goldschmieden und Juwelieren angewendet.
Punzierungen können aber auch die Aufgabe haben dass ehemals gültige Geldzeichen aus Metall wie Münzen ungültig gemacht werden und diese als ungültige Geldzeichen zu kennzeichnen.Auch das Verzieren von Leder- und Metallteilen mit einem Punzhammer (ca. 10cm langer Stahlgriffel mit einem oder mehreren Spitzen) wird als Punzierung bezeichnet. So werden häufig z. B. Westernsättel reichlich punziert.

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